Programm 2015

3. SEPTEMBER | 4. SEPTEMBER | 5. SEPTEMBER | 6. SEPTEMBER | 7. SEPTEMBER

 

Donnerstag, 3. September

Bildleiste Tag 1

HELMUT LIST HALLE

Ein selten aufgeführtes Kleinod Wolfgang Amadeus Mozarts, sein Doppelkonzert für Flöte, Harfe und Orchester, 1778 in Paris entstanden – eine hierzulande noch nie gehörte „Entdeckung“, Louis Ferdinand Herolds hochromantisches Klavierkonzert Nr. 3 – sowie Ludwig van Beethovens gewaltige dritte Symphonie „Eroica“, einst für Napoleon komponiert, später aus Enttäuschung bloß „einem Helden“ zugeeignet. Das sind die Meisterwerke, die im Rahmen der großen Eröffnungsgala der ersten Ausgabe unseres Musikfestes ARSONORE 2015 auf dem Programm stehen. Das Grazer Philharmonische Orchester musiziert unter der Leitung seines Chefdirigenten Dirk Kaftan gemeinsam mit herausragenden internationalen jungen SolistInnen.

 

19.30 Uhr ERÖFFNUNG ORCHESTERKONZERT
Konzert-Einführung: Harald Haslmayr und Dirk Kaftan, 18.45 Uhr, AVL-Lounge (1. Stock)

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur, KV 299 (1778)
Allegro | Andantino | Rondeau. Allegro
Vanessa Latzko, Flöte
Pauline Haas, Harfe
Das Grazer Philharmonische Orchester
Dirk Kaftan
, Dirigent

Louis Joseph Ferdinand Hérold
Klavierkonzert Nr. 3 A-Dur (ca. 1812)
Allegro maestoso | Andante | Rondo – Moderato
Sélim Mazari, Klavier
Das Grazer Philharmonische Orchester
Dirk Kaftan
, Dirigent

Ermöglicht durch Unterstützung der Stiftung Palazzetto Bru Zane – Centre de musique française romantique

– PAUSE –

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55 „Eroica“ (1803/04)
Allegro con brio | Marcia funebre. Adagio assai | Scherzo. Allegro vivace | Finale. Allegro molto
Das Grazer Philharmonische Orchester
Dirk Kaftan
, Dirigent

Ende ca. 22.00 Uhr

NACH OBEN

Late Night im Schloss Eggenberg

HOT CLUB JAZZ
Schloss Eggenberg, Planetensaal

Unmittelbar nach dem orchestral-hymnischen Schlussakkord von Beethovens „Eroica“ kann das ARSONORE-Festivalpublikum noch in den prachtvollen, nächtlich illuminierten Planetensaal des Schlosses Eggenberg pilgern, um den Eröffnungsabend mit feinstem französischen Jazz stimmungsvoll ausklingen zu lassen. Österreichs Stargeiger Benjamin Schmid hat sein Jazz Quartett mitgebracht und huldigt mit „Hot Club Swing“ keinem geringeren als Django Reinhardt und der faszinierenden Ära der 30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

 

22.30 Uhr „PETITE MUSIQUE DE NUIT“

Benjamin Schmid Jazz Quartett, feat. Diknu Schneeberger
Benjamin Schmid, Violine
Diknu Schneeberger, Gitarre
Martin Spitzer, Gitarre
Joschi Schneeberger, Bass

 

NACH OBEN

Freitag, 4. September

Schloss Eggenberg, Planetensaal

Wenn Thomas Selditz und Nils Mönkemeyer mit ihren wertvollen historischen Bratschen die Bühne des Planetensaales betreten, um ein weitgehend unbekanntes Juwel des französischen Barock erstrahlen zu lassen, bedeutet dies auch den Startschuss für ein nun vier Tage andauerndes Kammermusikfest. Nach der grandiosen Ravel 'schen Klaviersuite „Le tombeau de Couperin“, interpretiert vom französischen Pianisten Sélim Mazari, setzt sich erstmals auch der künstlerische Leiter von ARSONORE, Markus Schirmer, zu seinem jungen Kollegen an den Flügel, um mit ihm gemeinsam die pure Lebensfreude von Darius Milhauds „Scaramouche“ zu entfachen. Colettes in zarte Wortfarben getauchter Text „Der Wächter in der Nacht“, gelesen von Julia Stemberger, bildet die Brücke zu Gabriel Faurés opulentem Klavierquartett Nr. 1, bei welchem erstmals die ehemalige Primaria des Berliner Artemis Quartetts, Natalia Prishepenko, und der dem Grazer Publikum von seinen fulminanten Auftritten bestens bekannte deutsch-japanische Cellist Danjulo Ishizaka zu hören sein werden.

 

19.30 Uhr SCHLOSSKONZERT  „QUARTETT & MEHR“
Konzert-Einführung: Harald Haslmayr, 18.45 Uhr, Planetensaal

Jean-Marie Leclair
Sonate für zwei Violen, op.12 Nr. 6 (1747)
Allegro | Allegro moderato | Andante | Allegro non presto
Thomas Selditz, Viola
Nils Mönkemeyer
, Viola

Maurice Ravel
Le tombeau de Couperin (1914-17)
Prélude | Fugue | Forlane | Rigaudon | Menuet | Toccata
Sélim Mazari, Klavier

Darius Milhaud
Scaramouche für zwei Klaviere, op. 165b (1937)
Vif | Modéré | Brazileira
Markus Schirmer, Klavier
Sélim Mazari, Klavier

– PAUSE –

Colette
Der Wächter in der Nacht
Julia Stemberger, Rezitation

Gabriel Fauré
Klavierquartett Nr. 1 c-Moll, op. 15 (1879)
Allegro molto moderato | Scherzo. Allegro vivo | Adagio | Allegro molto
Markus Schirmer, Klavier
Natalia Prishepenko, Violine
Nils Mönkemeyer, Viola
Danjulo Ishizaka, Violoncello

Ende ca. 22.00 Uhr

 

NACH OBEN

Samstag, 5. September

SCHLOSS EGGENBERG, PLANETENSAAL

Faszinierende Duos in unterschiedlichen instrumentalen Kombinationen, jeweils in Weltklassebesetzung dargeboten, im ersten Teil – darunter die beiden schillernden Sonaten für Violine bzw. Violoncello und Klavier von Claude Debussy. Wenn sich Clemens Hagen und Benjamin Schmid an diesem Abend zu den ARSONORE-artists in residence gesellen, darf sich das Publikum wie schon im letzten Jahr von zwei weiteren aufgrund ihrer einzigartigen Musizierkunst höchst beliebten Künstlern verzaubern lassen. César Francks ausladendes Klavierquintett bildet den Schlusspunkt dieses zweiten atmosphärischen Kammermusikabends unseres neuen Festivals.

 

16.00 Uhr ÖFFENTLICHE PROBE  „KARNEVAL DER TIERE“

19.30 Uhr SCHLOSSKONZERT „QUINTETT & MEHR“
Konzert-Einführung: Harald Haslmayr, 18.45 Uhr, Planetensaal

Maurice Ravel
Sonate für Violine und Violoncello (1920-22)
(à la mémoire de Claude Debussy)
Allegro | Très vif | Lent | Vif
Benjamin Schmid, Violine
Clemens Hagen, Violoncello

Claude Debussy
Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll (1915)
Prologue | Sérénade et Finale
Clemens Hagen, Violoncello
Markus Schirmer, Klavier

Claude Debussy
Sonate für Violine und Klavier g-Moll (1916/17)
Allegro vivo | Intermède: Fantasque et léger | Rondeau
Natalia Prishepenko, Violine
Sélim Mazari, Klavier

– PAUSE –

César Franck
Klavierquintett f-Moll, FWV 7 (1878/79)
Molto moderato quasi lento | Lento. Con molto sentimento | Allegro non troppo, ma con fuoco
Markus Schirmer, Klavier
Benjamin Schmid, Violine
Natalia Prishepenko, Violine
Nils Mönkemeyer, Viola
Danjulo Ishizaka, Violoncello

Ende ca. 22.00 Uhr

 


Sonntag, 6. September

Schloss Eggenberg, Planetensaal

Konzert-Einführung: Harald Haslmayr, 18.45 UhrEin besonderer Abend im Eggenberger Schloss. Wir begrüßen mit der Weltklasseklarinettistin Sharon Kam, dem Echo-Klassik Preisträger Ramón Ortega Quero (Oboe), dem 1. Soloflötisten der Wiener Philharmoniker Karl-Heinz Schütz, dem rumänischen Ausnahmekontrabassisten Petru Iuga, mit Frankreichs junger Harfenvirtuosin Pauline Haas oder mit Christopher Hinterhuber am Klavier weitere hochkarätige Künstler bei der ersten Ausgabe unseres ARSONORE-Musikfestes. Und wir haben dazu noch vier herausragende junge Nachwuchsmusiker aus den Reihen der Grazer Kunstuniversität eingeladen, mit den ARSONORE-Stars zu musizieren. Hochspannende und selten zu hörende Werke von Poulenc, Ravel, Dutilleux und Jolivet stehen am Programm. Darunter auch Ernest Chaussons schon zu Lebzeiten triumphal gefeiertes Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett in absoluter Traumbesetzung.

 

16.00 Uhr ÖFFENTLICHE PROBE „KARNEVAL DER TIERE“
Helmut List Halle

19.30 Uhr SCHLOSSKONZERT „SEXTETT & MEHR“
Planetensaal

Henri Dutilleux
Les citations (1985-90)
(Diptyque pour Hautbois, Clavecin, Contrebasse et Percussion)
For Aldeburgh
From Janequin to Jehan AlainRamón Ortega Quero, Oboe
Andrii Slota, Cembalo
Petru Iuga, Kontrabass
Guido Pauss, Schlagwerk

Francis Poulenc
Sonate für Klarinette und Klavier, FP 184 (1962)
Allegro tristamente | Romanza (Très calme) | Allegro con fuoco (Très animé)
Sharon Kam, Klarinette
Markus Schirmer, Klavier

Maurice Ravel
Introduction et allégro für Harfe, Flöte, Klarinette und Streichquartett (1905)
Pauline Haas, Harfe
Karl-Heinz Schütz, Flöte
Sharon Kam, Klarinette
Yevgeny Chepovetsky, Violine
Karol Daniš, Violine
Nils Mönkemeyer, Viola
Danjulo Ishizaka, Violoncello

– PAUSE –

André Jolivet
Controversia für Oboe und Harfe (1968)
Ramón Ortega Quero, Oboe
Pauline Haas, Harfe

Ernest Chausson
Konzert für Klavier, Violine und Streichquartett D-Dur, op. 21 (1889-91)
Décidé | Sicilienne | Grave | Finale. Très animé
Christopher Hinterhuber, Klavier
Benjamin Schmid, Violine
Karol Daniš, Violine
Yevgeny Chepovetsky, Violine
Nils Mönkemeyer, Viola
Clemens Hagen, Violoncello

Ende ca. 22.00 Uhr


Montag, 7. September

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Schloss Eggenberg, Planetensaal

Jedes Musikfestival braucht ein würdiges Abschlussfest! Geradezu „animalisch“ geht es an unserem letzten Abend zu. Wolfram Berger bittet zu Karl Valentins „Maskenball der Tiere“, Markus Schirmer und seine Freunde begeben sich auf Schubert ́schen Forellenfang, Christopher Hinterhuber, Karl-Heinz Schütz und Danjulo Ishizaka entführen in die azurblauen Tiefen des Ozeans und stimmen George Crumbs „Walgesänge“ an, ehe noch einmal alle ARSONORE-Künstler einen rauschenden Schlusspunkt setzen: Camille Saint-Saëns´ ewig junger „Karneval der Tiere“ – mit einem brandneuen, humorvoll augenzwinkernden Text, den Wolfram Berger eigens für diesen Konzertabend verfasst hat.

 

11.00 Uhr „KARNEVAL DER TIERE“
Öffentliche Generalprobe für Familien und Kinder ab 6 Jahren, Planetensaal

18.00 Uhr „POÉSIE À LA MINUTE“
mit Wolfram Berger für Gäste des Dinners im Museum, Römersteinsammlung Schloss Eggenberg

19.30 Uhr SCHLOSSKONZERT LE GRAND FINAL „TIERISCHE FREUDE“
Konzert-Einführung: Harald Haslmayr, 18.45 Uhr, Planetensaal

Karl Valentin
Maskenball der Tiere
Wolfram Berger, Rezitation

Franz Schubert
Klavierquintett A-Dur, D 667 „Forellenquintett“ (1819)
Allegro vivace | Andante | Scherzo. Presto | Thema mit Variationen. Andantino | Finale. Allegro giusto
Markus Schirmer, Klavier
Benjamin Schmid, Violine
Thomas Selditz, Viola
Clemens Hagen, Violoncello
Petru Iuga, Kontrabass

– PAUSE –

George Crumb
Vox Balaenae (Voice of the Whale) for electric flute, electric cello and amplified piano (1971)
Vocalise | Variations on Sea-Time | Sea Nocturne
Karl-Heinz Schütz, Flöte
Danjulo Ishizaka, Violoncello
Christopher Hinterhuber, Klavier

– PAUSE –

Camille Saint-Saëns
Der Karneval der Tiere (1886)
Große zoologische Fantasie für zwei Klaviere und Kammerensemble
Introduction et marche royal du Lion (Introduktion und königlicher Marsch des Löwen)
Poules et coqs (Hühner und Hähne)
Hémiones. Animaux veloces (Halbesel. Schnelle Tiere)
Tortues (Schildkröten)
L' Eléphant (Elefant)
Kangourous (Kängurus)
Aquarium (Das Aquarium)
Personnages à longes oreilles (Persönlichkeiten mit langen Ohren)
Le coucou au fand du bois (Der Kuckuck in der Tiefe des Waldes)
Volière (Das Vogelhaus)
Pianistes (Pianisten)
Fossiles (Fossilien)
Le Cygne (Schwan)
Final (Das Finale)

Markus Schirmer, Klavier
Christopher Hinterhuber, Klavier
Natalia Prishepenko, Violine
Karol Daniš, Violine
Thomas Selditz, Viola
Danjulo Ishizaka, Violoncello
Petru Iuga, Kontrabass
Karl-Heinz Schütz, Flöte
Sharon Kam, Klarinette
Guido Pauss, Glockenspiel und Xylophon
Wolfram Berger, Autor und Rezitation

Ende ca. 22.00 Uhr

 

22.00 Uhr „DINNER IM MUSEUM“
Galadinner in der Römersteinsammlung Schloss Eggenberg

Kreiert und gekocht von „Österreichs Koch des Jahres 2015“ (lt. Guide Gault Millau; 3 Gault-Millau-Hauben) Richard Rauch vom Steira Wirt in Trautmannsdorf (www.steirawirt.at).
Wer sich für das Dinner im Museum entscheidet, wird zu einer Gaumenreise voll verblüffender Überraschungen eingeladen. Ein kunstvolles Feuerwerk an Aromen und Geschmäckern, manchmal unerwartet in den Kombinationen, immer jedoch voll Harmonie und Raffinesse. Oder, um den Restaurantführers Falstaff zu zitieren: „Ein Besuch ist ein sensationelles Gesamterlebnis!“ Für die Weinbegleitung aus Österreich und Frankreich zeichnet Robert Stark verantwortlich.

Das „Dinner im Museum-Ticket" inklusive einer Eintrittskarte der Kategorie 1 für das reguläre Konzert zzgl. dem Dinner in der Römersteinsammlung und speziellen Rahmenprogramm kostet € 250,- pro Person. Im Ticketpreis inbegriffen ist ein Aperitif (Grand Brut von Perrier Jouet) bei der „POÉSIE Á LA MINUTE“, die Weinbegleitung sowie Wasser (Evian still und Badoit prickelnd), Bier (Trumer Pils) und Kaffee beim Dinner im Museum.

 


 Den Programmfolder 2015 können Sie hier herunterladen.